Wernigerode

12 km (Auto 17 min, Fahrrad 30 min)

Das Schloss

Ursprünglich war das Schloss eine mittelalterliche Burg, welche Anfang des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Burganlage hat im Laufe der Zeit viele Änderungen erfahren. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Anlage im Stil der Spätgotik ausgebaut. Zeugen dieser Zeit sind heutzutage zwei Vorhangbogenfenster im Schlossinnenhof. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einer Renaissancefestung umgebaut, welches man heute noch an dem Renaissance-Treppenturm erkennen kann. Nach schweren Zerstörungen im 30jährigen Krieg begann im späten 17. Jahrhundert der Umbau der Burgreste in ein romantisches Residenzschloss in Form einer Rundburg. Der große historische Umbau erfolgte von 1862 bis 1885, bei welchem ein Schloss mit großer Fernwirkung und im Inneren mit einer Fülle von Details ausgestattet wurde. Das Schloss gehört zu den national wertvollen Kulturdenkmälern und ist Teil des sachsen-anhaltinischen Landesprojekts Gartenträume.

Das Rathaus

Das Rathaus wurde erstmalig im Jahr 1277 erwähnt und als „Spelhus“ errichtet. Es befand sich im Besitz der Wernigeröder Grafen und diente als Gerichtshaus ebenso als Ort mittelalterlicher Vergnügungen mit Tanz und Gauklern und Hochzeiten. Im Jahr 1420 war das Gebäude lediglich ein eingeschossiger Massivbau. Ende des 15. Jahrhunderts erfolgte eine Fachwerkaufstockung einschließlich der 2 Türme am Giebel. Im Jahr 1541 wurde beschlossen, dass kein neues Rathaus gebaut werden sollte, sondern das Spelhus (Spielhaus) hierfür genutzt werde. Bis 1544 wurden die bedeutendsten Umbauten vorgenommen. Neben der Fachwerkkonstruktion fallen insbesondere die Verzierungen auf. Die Holzfiguren stellen vorwiegend Heilige, Handwerker und Narren dar.

Das kleinste Haus

In Wernigerode gehört das Kleinste Haus zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt. Das Haus in der Kochstraße 43 wurde 1792 Nahe der Stadtmauer errichtet. Die Nähe des Hauses zur Stadtmauer weist darauf hin, dass die Bewohner arm waren, denn umso näher die Bebauung an der Stadtmauer erfolgte, um so ärmer waren die Bewohner. Beim Bau sparten die Bauherren die Giebelwände und zwängten das kleine Haus in eine 2,95 m breite Baulücke zwischen den zwei Nachbargebäuden. Die Traufhöhe beträgt lediglich 4,20 m und die Haustür ist nur 1,70 m hoch. Im Erdgeschoss befindet sich eine Diele und die Küche und im ersten Stock ein 9 qm großer Wohnraum. Im Dachgeschoss war das Schlafzimmer. Die Toilette war hinter dem Haus an der Rückseite eines kleinen Hofs. Die Bewohner waren unter anderem Schuhmacher und Tuchmacher und es sollen bis zu 11 Person zeitgleich in dem Häuschen gewohnt haben.

Das schiefe Haus

Das schiefe Haus in Wernigerode hat mit seinen 7 Prozent Neigung fast die doppelte Neigung wie der schiefe Turm in Pisa. Das bedeutet, wäre der schiefe Turm so schief wie das schiefe Haus in Wernigerode, dann würde er schon längst nicht mehr stehen. Das Haus wurde 1680 als Walkmühle für die Tuchmachergolde erbaut. Der damals noch offene Mühlgraben verursachte die Schieflage, da die Strömung die Grundmauer umspülte. Daraufhin senkte sich die Ostfassade. Das Schiefe Haus in der Klintgasse 5 kann dienstags bis sonntags zwischen 11:00 bis 17:00 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet lediglich 1,00 Euro.

Harzer Hexenstieg

Der 97 km lange Weg ermöglicht es dem Wanderer den Harz in seiner Gesamtheit zu erleben. Der Weg verläuft von Ost nach West und dabei ist der Ausgangspunkt das Bodetal in Thale. Die Hauptstrecke verläuft dann weiter über Altenbrak, Königshütte, Drei-Annen-Hohne, dem Brocken, Torfhaus, Altenau, Buntenbock nach Osterode. Zwischen Altenbrak und Königshütten können auch 2 Alternativstrecken gewählt werden. Die erste führt von Altenbrak über Köhlerhütten nach Hasselfelde und die zweite Alternative von Altenbrak über Wendefurth nach Rübeland. Den Aufstieg zum Brocken kann man vermeiden indem man von Königshütte über Elend und Braunlage an St. Andreasberg vorbei zum Torfhaus wandert.
Im Dezember 2007 erhielt der Harzer-Hexen-Stieg durch den Deutschen Wanderverband das Zertifikat „Qualitätsweg“. In den Jahren 2011 und 2014 wurde er als Qualitätsweg wiederholt bestätigt.

Der Westerntorturm

Erbaut um 1250 als Teil der Stadtmauer und mit 41 m der größte noch erhaltene Turm.
Tradition unter den Studenten in Wernigerode: Die Studenten der Hochschule Harz meiden es durch das Tor des Turmes zu gehen. Laut Überlieferung unter den Studenten soll es Unglück für die Prüfungen bedeuten, wenn sie den Turm durch das Tor passieren.
Kleine Anmerkung der Autorin: ich selbst habe an der Hochschule Harz Tourismus Management studiert und meine Kommilitonen und ich sind in dieser Zeit niemals durch das Tor des Westerntorturms gegangen. Wir alle haben unser Studium erfolgreich abgeschlossen.

Wildpark Christianental

Der Wildpark ist ein ganzjährig geöffneter Heimattiergarten der Stadt Wernigerode im stadtnahen Wandergebiet unweit des Schlosses. Bewundern können Sie dort harztypische Tierarten wie beispielsweise Waschbären, Wildkatzen, Luchse, Greifvögel, Eulen, Marder, Dam-, Rot-, und Schwarzwild und vieles mehr. Hier befindet sich auch die Stempelstelle 32 der Harzer Wandernadel.

Original Harzer Baumkuchen

Die Vorfahren des heutigen Baumkuchens kommen aus Griechenland. Dort wurde um 400 v. Chr. Das Obliasbrot auf Festen zu Ehren des Weingottes an einem Stock gebacken und mit Honig gesüßt. Die Römer übernahmen diese Tradition und verbreiteten das Wissen während ihrer Feldzüge im gesamten Mittelmeerraum. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Rezeptur. Diese 2. Generation des urspünglichen „Baumkuchen“ werden heute noch in Österreich (Prügelkrapfen) und Rumänien (Hermannsstädter) gebacken. Die Ungarn haben ihre eigenen Baumkuchen und nennen sie „Kürtös Kalác“. Dies ist unter Konditoren die 3. Generation des Baumkuchens. Die Teigsträngen werden auf Holzwalzen gebacken, mit Zucker bestreut und warm gegessen. Durch die Seefahrer kamen neue Gewürze und es wurden neue Rezepte ausprobiert auch mit Eierkuchenteig und dank des Buchdrucks im 15. Jahrhundert, wurden diese auch weit verbreitet. Die älteste Rezeptur findet man in einem italienischen Kochbuch aus dem Jahr 1516.
Die eierkuchenartige Masse zählt zu der 4. Generation des Baumkuchens, welche es auch in Asien gibt. Dort wird Eierkuchenteig mit Reismehl hergestellt. Die 5.und finale Generation entstand durch die Verwendung von Rübenzucker statt Rohrzuckers, welcher viel kostenspieliger war. Auch wurde der Teig durch schlagen der Eier und Zucker sowie Fett und Zucker voluminöser und der Teig zarter. Es wurde experimentiert und verbessert und das Resultat sollten Sie sich in Wernigerode nicht entgehen lassen!

Harzer Baumkuchen
Neustadter Ring 17
38855 Wernigerode

Das Café hat gesamt 130 Sitzplätze (innen und außen), ist behindertengerecht und barrierefrei und verfügt über einen eigenen Parkplatz.
Jeden Freitag und Samstag ist Schaubacken von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Öffnungszeiten
Montag bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr
Sonntags & Feiertag von 12.00 bis 18.00 Uhr
24., 25. und 26. Dezember geschlossen
Silvester bis 16 Uhr geöffnet
Neujahr geschlossen

Hasseröder Bier

Seit 140 Jahren wird in Wernigerode eines der beliebtesten Biere Deutschlands gebraut. Beispielsweise das ganz klassische Hasseröder Premium Pils mit mild-prickelndem Geschmack und feinwürzigem Hopfenaroma. Das Premium Pils ist nicht nur bei seinen Fans so beliebt sondern auch bei der DLG Jury. 2014 wurde das Premium Pils mit der Goldmedaille prämiert.
Die Geburtsstunde der Brauerei war im Jahr 1872 im Wernigeröder Stadtteil Hasserode, wo Robert Hoppe die Brauerei „zum Auerhahn“ gründete. Im Jahr 1920 wurde die Brauerei umbenannt zur „Hasseröder Brauerei AG“.

Harzer Pottsuse

Die Pottsuse ist ein Brotaufstrich aus Schweinefleisch, Schmalz und Gewürzen (beispielsweise Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Lorbeer, Majoran und Thymian) und gehört zu den Spezialitäten der Harzregion.
Sehr ähnliche Zubereitungen sind Schmalzfleisch, Verhackert und die französischen Rillettes.

Brockensplitter und Harzer Tröpfchen aus Wernigerode

Schokolandenfans sollte bekannt sein, dass Schokoladenprodukte aus Wernigerode schon seit Jahrzehnten ein Begriff für hochwertige Süßwaren sind. Die bekanntesten sind die Verkaufsschlager Brockensplitter und Harzer Tröpfchen der ehemaligen VEB Süßwarenfabrik Argenta. Die Brockensplitter gehören bis heute zu den bekanntesten Schokoladenprodukten der Region und werden nun von Wergona Schokoladen produziert.

Wergona Schokoladen Fabrikverkauf
Neustadter Ring 4
38855 Wernigerode
Telefon 03943 / 6938-510
Öffnungszeiten: Di - Sa 11.00 - 18.00 Uhr
Im Angebot: Brockensplitter, Premium-Schokoladenprodukte, Dragees, Saisonartikel, Schokoladenpuffreis, Fruchtgummi, Fondant- und Gelee-Artikel, regionale Spezialitäten, Sondergrößen und Bruchware.


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